Reise & Kultur

Montag, 29. September 2008

"Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland" von Carol Kloeppel

germany"Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland" von Carol Kloeppel
(Lübbe Verlag, 252 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Was muss eine Amerikanerin beim Bettenmachen in Deutschland beachten? Warum ziehen die Deutschen nicht nur mit Kind und Kegel um, sondern nehmen jedes Mal auch ihre komplette Küche mit? Und wie kommt man eigentlich am besten mit der scheinbar endlosen Auswahl an Brot, Wurst und Käse an den Verkaufstheken der Supermärkte zurecht? Als Carol Kloeppel 1992 für ihre große Liebe den Sprung über den großen Teich wagte und von Amerika nach Deutschland auswanderte, wusste sie nicht, was alles auf sie zukommen sollte. In diesem Buch erzählt sie von den merkwürdigen Eigenheiten ihres neuen Heimatlandes, aber auch von positiven Errungenschaften wie köstlichen Brötchen, geselligen Sonntagsspaziergängen und gemütlichen Weihnachtsmärkten. Inzwischen hat Carol Kloeppel ein zweites Zuhause in Deutschland gefunden und lebt mit ihrem Mann Peter und ihrer gemeinsamen Tochter Geena in Bonn.


Meine Meinung:
Ich lese ja sehr gerne Bücher über die Kulturen verschiedener Länder und ich finde es besonders interessant Bücher über die deutsche Kultur zu lesen. Da fallen einem nämlich sehr oft Dinge auf, die man im Alltag gar nicht bemerkt, die für einen Aussenstehenden jedoch recht merkwürdig aussehen könnten.

Carol Kloeppel schreibt sehr interessant über ihre Auswanderung nach Deutschland Anfang der 90er Jahre und die Probleme, die sie in den ersten Jahren zu meistern hatte. Man könnte annehmen, dass sich die USA und Deutschland gar nicht so sehr unterscheiden, aber beim genaueren Hinschauen, ist doch einiges ganz anders.

Besonders schön und kurios fand ich die Kapitel über die deutsche Adventszeit, die unterschiedlichen Betten in den USA und Deutschland (ich gehöre auch zu den Wild-Schläfern, die in amerikanischen Hotelzimmern erstmal das Laken unter der Matratze rausziehen - ich dachte, das macht man so...) und das typisch deutsche "Kaffee und Kuchen am Nachmittag" - darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht!

Teilweise kommt Carol Kloeppel etwas naiv und typisch Amerikanisch rüber. Vor allem das Kapitel über "Nacktheit in Deutschland" fand ich ziemlich krass bzw. hat mich ihre Prüderie ziemlich überrascht. Manche Dinge konnte ich so gar nicht nachvollziehen.
Generell halten sich in diesem Buch Pro und Kontra für beide Länder mehr oder weniger die Waage. Interessant, Deutschland mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.


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Erster Satz:
Fünfzehn Jahre ist es jetzt her, dass ich den großen Sprung wagte - und damit meine ich nicht den Sprung in einen Swimmingpool auf den Bahamas.

Letzter Satz:
Der Geist der Fussballweltmeisterschaft bestehend, aus Großmut und Fairplay, lebt in Deutschland weiter.


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Mein Rating: Note2-

Dienstag, 9. September 2008

"Quattro Stationi" von Stefan Ulrich

Ulrich1"Quattro Stagioni" von Stefan Ulrich
(Ullstein Verlag, 320 Seiten)


Kurzbeschreibung:
"Habt Ihr's gut" ist der Kommentar ihrer Freunde, als für Familie Ulrich endlich der alte Traum von der Dolce Vita in Bella Italia wahr wird. Doch das Leben in der ewigen Stadt erweist sich als alles andere als »dolce«: die Wohnungist bei der Ankunft in chaotischem Zustand und Tochter Franziskas Meerschweinchen wird vom Hausbesitzer mit einer Ratte verwechselt. Wichtige Erkenntnisse der Rom-Anfänger: Ein Palazzo ist ein ganz normales Mehrfamilienhaus, römische Kindergeburtstage haben es in sich und die Italiener beschweren sich auch bei strahlendem Sonnenschein andauernd übers Wetter. Trotzdem versuchen die Ulrichs, Bella Figura zu machen! Und entdecken doch noch das süße Leben in Rom.

Meine Meinung:
Im Moment habe ich keinen so richtigen Nerv auf Romane und so habe ich mir am Wochenende gleich dieses Taschenbuch geschnappt, kaum dass es in meinem Briefkasten lag. Und nachdem ich erstmal mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich kaum noch aufhören.

Stefan Ulrich beschreibt mit viel Humor sein erstes Jahr als Auslandskorrespondent in Rom. Die ganze Familie Ulrich fand ich sehr sympatisch und es macht richtig Spaß, die Familie bei kleineren und größeren Kulturschocks zu begleiten. Gleichzeitig bekommt man total Lust auch mal wieder nach Italien zu fahren.
Man erfährt mehr über italienische Familien und Kindergeburtstage, der italienische Gemeinschaftssinn, die Arbeit eines Vatikan-Journalisten und dann wird Stefan Ulrich auch noch in eine Grabräuberstory verwickelt. Alles sehr interessant mit vielen Hintergrundinformationen geschrieben und ich musste mehr als einmal laut lachen.
Fazit: Super Unterhaltung, die Lust auf Italien macht!

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Erster Satz:
Wir wussten, es würde heiß werden und es wurde heiß.

Letzter Satz:
Da wissen wir, dass wir richtig in Rom angekommen sind.


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Mein Rating: note1

Mittwoch, 2. Januar 2008

"Kulturschock Golfemirate/Oman" von Kirstin Kabasci

oman "Kulturschock Golfemirate/Oman" von Kirstin Kabasci
(Reise Know-How Verlag, 240 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Die Bücher der Reihe "KulturSchock" skizzieren Hintergründe und Entwicklungen, um heutige Denk- und Lebensweisen zu erklären, um eine Orientierungshilfe im fremden Alltag zu sein. Sie möchten dazu beitragen, dass wir die Gesetzmäßigkeiten des Kulturschocks begreifen, ihn ein wenig vorwegnehmen können und Vorurteile abbauen. Je mehr wir voneinander wissen, desto besser werden wir einander verstehen.
Kirstin Kabasci, Jahrgang 1968, studiert Islamwissenschaft, Malaiologie und Erziehungswissenschaft. Zahlreiche Studien- und Arbeitsaufenthalte, Recherchen und Reisen führen sie regelmäßig auf die Arabische Halbinsel. Mit ihrem weitreichenden Wissen über die gesamte arabische Welt hat sie bereits über arabische Länder publiziert. In diesem Buch widmet sie sich dem Kulturkreis in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Qatar, Bahrain und Oman.


Meine Meinung:
Ich habe in der Vergangenheit schon mehrere Bücher der Kulturschock Reihe von Reise Know-How gelesen und würde dieses hier über die Golfemirate und den Oman im mittleren Bereich ansiedeln. Kirstin Kabasci betrachtet die Region von verschiedenen Gesichtspunkten: Zuerst wird die Geographie der verschiedenen Länder beschrieben, dann erhält man eine kurze aber sehr interessante Einführung in den Islam (seine Entstehung, der Koran und wie die Religion die Kultur in den letzten Jahrhunderten beeinflusst hat). Man erhält außerdem eine kurze Zusammenfassung der Geschichte aller vier Länder und erfährt mehr über deren politischen Systeme bzw. heutige Staatsformen. Ein extra Kapitel widmet sich der Rolle der Frau in der Gesellschaft und zum Schluss gibt es noch Verhaltenstipps für Touristen und Geschäftsreisende.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es lies sich schnell lesen auch wenn es an manchen Stellen etwas trocken war, was aber wohl ehr an der jeweiligen Thematik lag. Die vielen Fotos, Karten und Zitate bzw. Ausschnitte aus historischen Reiseberichten haben die Texte zusätzlich aufgelockert.
Fazit: Eine interssante kurze Zusammenfassung.


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Mein Rating: Note31

Samstag, 21. Juli 2007

"Feuersteins Ersatzbuch" von Herbert Feuerstein

feuerstein "Feuersteins Ersatzbuch" von Herbert Feuerstein
(Haffmans Verlag, 203 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Wenn man etwas ein Dutzend Mal gemacht hat, gilt man als Experte. Keiner weiß das besser als Herbert Feuerstein, der inzwischen als Fachmann für heiteres Beruferaten, Alfred E. Neumann und Nasenflöten gilt. Und als Experte für Reisen natürlich: Denn das hat Feuerstein fürs Fernsehen -- und für das Buch Feuersteins Reisen bereits getan. Nun hat Feuerstein einen zweiten abenteuerlichen Reiseband vorgelegt: Fantastische Fahrten nach Hawaii, Grönland, Schottland und Ostafrika, nebst 14 Reisetipps und eine imaginäre Reise mit einem SZ-Reporter nach Indien, per Fax, von Köln aus; als Experte eben. Und wie eigenwillig er da die Eigenheiten von dessen Wellness-Ayurveda-Schnickschnack-Kur in New Delhi erklärt, ist allein die Lektüre wert.
Außerdem enthält es eine Ausrede, die erklärt, warum "Feuersteins Ersatzbuch" nicht "Feuersteins Reisen, Teil 2" heißt.


Meine Meinung:
Ich war von "Feuersteins Reisen" und "Feuersteins Drittes" schon total begeistert und auch bei dieser Lektüre hier musste ich mehrmals laut lachen. Feuerstein beschreibt seine Reisen für den WDR mit sehr viel Sarkasmus und Selbstironie, dazu die vielen Fotos mit klasse Untertiteln (schon allein davon kann man sich krank lachen) und man erfährt auch so einiges über Feuersteins Wertegang und Privatleben. Absolutes Highlight in diesem Buch sind wie immer die Reiseberichte - viele interessante Informationen und trotzdem kommt der Humor nicht zu kurz. Einfach klasse! Einzig und allein die etwas unlustigen Reisetipps und die etwas übertriebene Fax-Reisebegleitung für Indien haben hier verhindert, dass dieses Buch wie die anderen beiden Feuersteins Reisen Bücher von mir die absolute Bestnote erhalten.


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Erster Satz:
Feuersteins Reisen endet damit, dass Feuerstein einen Schrei ausstößt und fragt, ob er nun tot sei.

Letzter Satz:
Mist, jetzt muss ich wohl noch ein drittes Buch schreiben.


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Mein Rating: note2

Montag, 9. April 2007

"Maria, ihm schmeckt's nicht!" von Jan Weiler

maria "Maria, ihm schmeckt's nicht!" von Jan Weiler(Random House Audio, 4 CDs)


Kurzbeschreibung:
Als ich meine Frau heiratete, konnte ihre süditalienische Familie leider nicht dabei sein. Zu weit, zu teuer, zu kalt. Schade, dachte ich und öffnete ihr Geschenk. Zum Vorschein kam ein monströser Schwan aus Porzellan mit einem großen Loch im Rücken, in das man Bonbons füllt. Menschen, die einem so etwas schenken, muss man einfach kennen lernen.
Die herrlich komische Geschichte einer unglaublichen Verwandtschaft aus dem unbekannten italienischen Bundesland Molise, das laut seiner Bewohner »am A… der Welt« liegt.


Meine Meinung:
Passend zu unserem Italien-Urlaub haben wir uns dieses Hörbuch zugelegt und gleich auf der Hinfahrt im Auto die ersten drei CDs gehört. Ich bin wirklich begeistert von diesem Hörbuch. Jan Weiler hat sehr gut und witzig vorgelesen (der Akzent von seinem Schwiegervater Antonio passt super). Im Großen und Ganzen geht es darum, wie der Erzähler seine italienische Schwiegerfamilie - allem voran Schwiegervater Antonio - kennenlernt, die ersten gemeinsamen Italienurlaube mit eben dieser Familie und schlussendlich erfährt man auch noch eine ganze Menge über Antonio's Vergangenheit, wie er in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland kam und mit allerlei Problemen und Vorurteilen zu kämpfen hatte.


Mein Rating: note1

Donnerstag, 29. März 2007

"Gebrauchsanweisung für Italien" von Hennig Klüver

italien "Gebrauchsanweisung für Italien" von Henning Klüver
(Piper Verlag, 193 Seiten)

Kurzbeschreibung:
Alle lieben Italien – das Land, wo die Zitronen blühen, wo die Frauen schön sind und der Espresso aromatisch. Glaubt man. Aber was blüht jenseits des Brenners wirklich? Die Familie und die Einnahmen der Mafia? Und warum, per favore, spricht hier niemand Italienisch? Sicher ist nur eins: Italien ist anders. Sie werden sich wundern.

Henning Klüver, geboren 1949 in Hamburg, studierte Literaturwissen- schaft und Kunstgeschichte in Deutschland und Italien. Verheiratet mit einer Sardin, pendelt er seit mehr als zwanzig Jahren zwischen den beiden Ländern – ohne sich für eins der beiden ganz entscheiden zu können. Im Augenblick lebt er als Kulturkorrespondent der Süddeutschen Zeitung in Mailand.



Meine Meinung:
Ich habe schon mehrer Bücher aus dieser Reihe gelesen, aber die "Gebrauchsanweisung für Italien" ist meiner Meinung nach das bisher schlechteste. Okay, es kommt natürlich immer darauf an, was man sich von so einem Buch erwartet. Ich erwarte mir nämlich nicht nur Informationen über Italien, seine Kultur und Menschen, sondern auch noch ein bisschen Unterhaltung, sonst könnte ich auch einen Reiseführer lesen. Die Unterhaltung kam in diesem Buch allerdings etwas zu kurz.

Der Schreibstil von Hennig Klüver gefällt mir persönlich gar nicht gut. Alles ist sehr trocken beschrieben, so dass ich mehr als nur ein paar Seiten überblättert habe. Ich denke, da hätte man mehr draus machen können (siehe zum Beispiel die "Gebrauchsanweisung für Japan", "Gebrauchsanweisung für Deutschland" oder "Gebrauchs- anweisung für Amerika").



Mein Rating: note4

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