Krimi

Donnerstag, 15. Oktober 2009

"Eine unbeliebte Frau" von Nele Neuhaus

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(List Verlag, 382 Seiten)


Kurzbeschreibung:
An einem Sonntagmorgen im August wird in den Weinbergenin Hochheim eine Leiche gefunden. Es handelt sich eindeutig um einen Selbstmord: Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Hardenbach hat sich mit dem Jagdgewehr in den Mund geschossen. Kaum eine Stunde später werden Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff vom Hofheimer K11 zu einem weiteren Leichenfund gerufen. Unterhalb eines Aussichtsturms im Taunus liegt die Leicht einer jungen Frau. Doch diesmal sieht es nur auf den ersten Blick nach Selbstmord aus. In Wirklichkeit handelt es such um einen eiskalt geplanten Mord. Die Ermittlungen führen Bodenstein und Kirchhof auf die noble Reitanlage Gut Waldhof. Dort erfahren sie, dass Isabel Kerstner, die schöne junge Frau des Pferdetierarztes, zu Lebzeiten alles andere als beliebt war. Sie betrog ihren Ehemann und war ein intrigantes Biest, lautet die allgemeine Aussage. An Verdächtigen und Mordmotiven mangelt es nicht. Aber Isabel Kerstner kannte auch den toten Oberstaatsanwalt - ein bisschen zu gut, wie ein pikantes Video beweist. Der Fall bekommt eine neue Dimension.


Meine Meinung:
Die Autorin habe ich erst neu entdeckt und da ihre Bücher alle in unserer Umgebung spielen, musste ich natürlich zugreifen. Allerdings hat mir dieser Krimi nicht so hundertprozentig gefallen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es liegt. Ein bisschen hat die Spannung gefehlt. Man konnte zwar gut mitraten, wer denn nun der Mörder ist, aber meiner Meinung nach wurde an einigen Stellen ein bisschen zu dick aufgetragen.
Fazit: Netter Krimi, aber nichts besonderes!

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Erster Satz:
Pia Kirchhoff lehnte am Zaun der Koppel.

Letzter Satz:
"Über Freundschaft... im Allgemeinen und Besonderen."


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Mein Rating: note3
Krimi

Donnerstag, 8. Oktober 2009

"Der Tote im Salonwagen" von Boris Akunin

fandorin "Der Tote im Salonwagen" von Boris Akunin
(ATV, 399 Seiten)

Kurzbeschreibung:
Rußland Ende des 19. Jahrhunderts: In Moskau und St. Petersburg herrscht Terror. Als General Chrapow einem Attentat zum Opfer fällt, besitzt der Täter sogar die Frechheit, sich als Erast Fandorin zu verkleiden. Fandorin, inzwischen Staatsrat und eigentlich zum Schutz des Generals abgestellt, versucht sogleich den Mörder Chrapows zu ermitteln. Doch die Regierung in St. Petersburg schickt Oberst Posharski nach Moskau, der die Ermittlungen übernimmt und Fandorin ins Abseits drängt. Doch der macht auf eigene Faust weiter und versucht die Hintermänner des Terrorismus dingfest zu machen. Aber es dauert nicht lange und Fandorin steht höchstpersönlich auf der Abschussliste der Revolutionäre.


Meine Meinung:
Dies war der nun schon siebte Teil der Fandorin Reihe. Wie immer hatte ich anfangs etwas Probleme, mich an die altmodische Sprache zu gewöhnen, aber noch viel schwieriger viel es mir, die vielen russischen Namen auseinanderzuhalten. Aber irgendwann genießt man die etwas andere Sprache richtig und möchte am liebsten gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Der Plot war diesmal sehr politisch geprägt und da ich mich mit der Geschichte Russlands des ausgehenden 19. Jahrhunderts und den Anfängen der russischen Revulotion bisher nie groß beschäftigt habe, musste ich mich doch sehr anstrengen alles zu verstehen und habe nebenbei so einiges gelernt.

Diesmal wechselt die Sichtweise (einmal Fandorin, einmal der Führer der terroristischen Kampfgruppe Grin) von Kapitel zu Kapitel ab und teilweise wird ein und dasselbe Ereignis aus beiden Perspektiven erzählt, was wirklich toll gemacht war. Man versteht die Beweggründe von Grin und ist am Ende genauso entsetzt, wie er, als die ganze Geschichte eine absolute Wendung nimmt. Auch Fandorin entwickelt sich weiter, ist mehr und mehr von den Praktiken der Politiker und Polizei angeekelt und so wundert einen der Ausgang des Buches wenig.
Fazit: Intelligenter historischer Krimi mit politischen Hintergrund.


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Erster Satz:
Die Fenster zur linken Seite waren blind, von Eis und nassem Schnee verklebt.

Letzter Satz:
Und er begab sich, ohne das Ende der Audienz abzuwarten, zur Tür.


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Mein Rating: note2
Krimi

Mittwoch, 15. Juli 2009

"Sayonara für eine Leiche" von Gert Anhalt

sayonara "Sayonara für eine Leiche" von Gert Anhalt
(Knaur Verlag, 330 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Hamada Kens Selbstfindung im Zen-Kloster endet jäh, als er sich beim morgendlichen Putzen einen Nerv einklemmt und vorübergehend die Fähigkeit zum aufrechten Gang einbüßst. Während er sich zur Behandlung einem teuflischen Shiatsu-Meister ausliefert, wird sein Freund und Klosterbruder Sabu von der japanischen Mafia entführt. Sabu, steinreicher Sohn eines korrupten Baulöwen, hatte offenbar einige sehr heiße Eisen im Feuer. Doch kurz nach seiner Entführung wird Sabus Leiche im Wald gefunden: Selbstmord. Das kann Hamada allerdings nicht glauben. Noch etwas steif im Rücken, beginnt er zu ermitteln.


Meine Meinung:
Dies ist der mittlerweile dritte Krimi mit dem erfolglosen Sänger und Detektiv Hamada Ken.
Schnell hat Hamada einen Verdächtigen und ein Motiv gefunden: Sabus Halbbruder und der Bau eines Tunnels unterhalb Tokios. Undercover ermittelt er als Fahrer bei den reizenden Müttern der beiden Brüder, schlittert in allerlei peinliche Situationen, lässt kein Fettnäpfchen aus und glaubt bald, den Fall gelöst zu haben. Aber wie meistens liegt Hamada wieder einmal völlig falsch und begibt sich in größte Lebensgefahr.

Ich würde fast sagen, dieses Buch ist das bisher beste der Reihe. Wie immer steckt ganz viel Humor in der Geschichte. Ganz besonders gefallen hat mir Hamada als Sensei seines Detektivschülers Kato. Teilweise konnte ich mich vor Lachen kaum noch halten. Hoffentlich wird die Reihe fortgesetzt.

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Erster Satz:
Mein Atem formte in der eiskalten Dunkelheit der Schlafhalle kleine Wolken.

Letzter Satz:
Und das Beste war: Ich würde meiner Freundin nie Wäsche aussuchen müssen.


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Mein Rating: note1
Krimi

Sonntag, 5. Juli 2009

"Tödliche Mitgift" von Eva Almstädt

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(Lübbe Verlag, 348 Seiten)


Kurzbeschreibung:
In einer Hotelsuite in Umbrien wird eine junge Frau bestialisch ermordet aufgefunden. Die Spuren weisen nach Lübeck, wo die Tote vor Kurzem in eine hoch angesehene Familie eingeheiratet hat. War ihr Reisebegleiter tatsächlich ihr Ehemann? Kommissarin Pia Korittki ermittelt in Deutschland und Italien und stößt auf ein schier unglaubliches Motiv. Aber dann nimmt der Fall auch für sie selbst eine dramatische Wendung.


Meine Meinung:
Dies ist der mittlerweile fünfte Fall der Lübecker Kommissarin Pia Korritki. Diesmal ereignet sich der Mord allerdings nicht in Lübeck und Umgebung, sondern in Italen, wo Pia als Unterstützung der italienischen Polizei ermitteln darf.
Der Fall ist wie immer spannend geschildert und bis kurz zum Schluss ahnt man nicht, wer der Täter ist. Es geht um Kunstschmuggel, einen Ehevertrag und verwirrende Familienbeziehungen. Außerdem tut sich in Pias Privatleben einiges - und sie trifft einen alten Bekannten wieder.



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Erster Satz:
Jetzt, da ihr der Kerl herausfordernd in ihrem Hotelzimmer gegenüberstand, erkannte Annegret Dreyling, dass sie einen Fehler gemacht hatte.

Letzter Satz:
"Seien Sie froh."


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Mein Rating: note2
Krimi

Samstag, 2. Mai 2009

"Stirb schön" von Peter James

James "Stirb schön" von Peter James
(Originaltitel: "Looking good dead ", Fischer Verlag, 383 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Eine junge Frau wartet auf ihren Geliebten. Ruhelos geht sie im Zimmer umher. In diesem Moment öffnet sich die Tür und ein Mann tritt ein. Er umarmt sie von hinten, dann plötzlich zieht er ein Messer und sticht zu. Wieder und wieder.
Als Tom Bryce diese gespenstische Szene auf seinem Computer sieht, glaubt er noch an einen besonders harten Erotikthriller. Doch als er am nächsten Morgen in der Zeitung das Foto der jungen Frau erkennt, weiß er plötzlich, warum die CD, die er durch Zufall im Pendlerzug von London nach Brighton einsteckte, so brisant ist. So brisant, dass er jetzt auch um sein Leben und das seiner Familie fürchten muss. Denn die Killer haben sich schon bei ihm gemeldet per Mail, natürlich.


Meine Meinung:
Auch der zweite Fall von Roy Grace von der Sussex Polizei hat mir wieder sehr gut gefallen. Roy wird immer sympathischer und es freut einen zu lesen, dass in sein Privatleben langsam wieder Action kommt.
Der Fall an sich war durchschnittlich spannend, die ganze Geschichte lies sich aber gut lesen und teilweise konnte man das Buch auch kaum zur Seite legen.
War ich beim ersten Roman "Stirb schön" noch etwas kritisch, ob ich diese Krimi-Reihe weiterverfolgen werde, so bin ich mir jetzt ganz sicher, dass ich mir auch den nächsten Roman zulegen werde.


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Erster Satz:
Die Tür eines ehemals eleganten Reihenhauses öffnete sich, und eine langbeinige junge Frau in kurzem Seidenkleid, das sich wie eine zweite Haut um ihren Körper schmiegte, trat in die warme Junisonne.

Letzter Satz:
Aber er beschloss lieber damit zu warten, bis Ron Sparks bezahlt hatte
.

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Mein Rating: note2
Krimi

Freitag, 10. April 2009

"Puppenjäger" von Gabriele Keiser und Wolfgang Polifka

Puppenjager"Puppenjäger" von Gabriele Keiser und Wolfgang Polifka
(Gmeiner Verlag, 373 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Als die angehende Journalistin Aisha Khan nach einem Neujahrsempfang im Frankfurter Römer am Schauplatz eines Verbrechens vorbeikommt, ahnt sie nicht, dass das brutal ermordete Mädchen mit den abgehackten Händen zu einer spektakulären Serie von Vermissten gehört. Erst als Aisha von anderen in Europa vermissten Mädchen erfährt, die auf mysteriöse Weise verschwunden sind, vermutet sie einen Zusammenhang. Sie beschließt, auf eigene Faust zu recherchieren. Was sie schließlich aufdeckt, hätte sie in ihren schlimmsten Träumen nicht für möglich gehalten.


Meine Meinung:
Eigentlich dachte ich, es handle sich bei diesem Krimi um einen "Regionalkrimi" mit Schauplatz Frankfurt. Allerdings findet die Handlung dann auch noch zu gleichen Teilen in Dubai und an der Ostsee statt. Auch der Schreibstil hat so gar nichts von einem Regionalkrimi, hat mir aber sehr gut gefallen. Die ganze Geschichte baut sich langsam auf, wobei die in der Kurzbeschreibung erwähnte Journalistin Aisha nur einen Teil der Handlung ausmacht. Dann ist da noch der ehemalige Mossad-Agent Mirko, der in Prag als Privatdetektiv arbeitet und die verschwundene Tochter eines polnischen Politikers in Deutschland sucht. Mirko hat immer noch Kontakte zum Dienst und ist ganz versessen darauf, den Tod seiner Schwester zu rächen. Und dann gibt es noch einen arabischen Millionär, der einen ganz speziellen perversen Geschäftszweig für sich entdeckt hat.
Diese drei Erzählstränge sind alles irgendwie miteinander verknüpft und man ahnt beim Lesen immer mehr, welches Grauen wirklich hinter den verschwundenen Schönheitswettbewerb-Teilnehmerinnen steckt.

Ich fand die Geschichte wurde sehr fließend und spannend erzählt, die vielen wechselnden Schauplätze haben für Abwechslung gesorgt und ich war wirklich positiv überrascht über diesen Krimi!

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Erster Satz:
Die Hitze brannte vom Himmel und die Luft schmeckte nach Staub.

Letzter Satz:
Er lächelte ihr entgegen
.

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Mein Rating: note2
Krimi

Freitag, 13. März 2009

"Grablichter" von Eva Almstädt

Grablichter "Grablichter" von Eva Almstädt
(Lübbe Verlag, 304 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Kommissarin Pia Korittki und ihr Team ermitteln mal wieder auf dem Land. Der tödliche Reitunfall einer Journalistin im nahe gelegenen Wald stellt sich als heimtückisch geplanter Mord heraus. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kriminalbeamten auch auf einen älteren Fall: Bei Probebohrungen für die geplante Umgehungsstraße war man auf ein Skelett ohne Kopf gestoßen. Im Dorf scheint niemand den Toten zu kennen, der mehr als ein Vierteljahrhundert in seinem flachen Erdgrab ruhte. War die Journalistin dem damaligen Täter vielleicht auf der Spur?


Meine Meinung:
Der mittlerweile vierte Fall der Lübecker Kommissarin Pia Korittki hat mir wieder sehr gut gefallen. Die düstere Atmosphäre im kleinen Dorf kommt wieder sehr gut rüber. Es gibt eine ganze Menge Verdächtige und die verschiedensten Motive - und einen spannenden Showdown. Auch Pias Privatleben entwickelt sich langsam in eine positive Richtung.
Schade, dass das Buch so schnell ausgelesen war.

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Erster Satz:
"Oh Mist, habe ich geschlafen?"

Letzter Satz:
Hinter ihr hob sich der rauchgeschwärzte Turm ihres Hauses wie ein Mahnmal vom hellblauen Herbsthimmel ab.


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Mein Rating: note2
Krimi

Samstag, 17. Januar 2009

"Der Tote im Sumida" von Sujata Massey

massey2"Der Tote im Sumida" von Sujata Massey
(Originaltitel: "Girl in a box", Piper Verlag, 367 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Diese Mission scheint Hobbydetektivin und Fashion-Victim Rei Shimura auf den Leib geschneidert: Als Verkäuferin getarnt wird die Halbjapanerin vom amerikanischen Geheimdienst in ein riesiges Tokioter Kaufhaus geschickt, das Bilanzfälschung im großen Stil betreibt. In der Glitzerwelt des Mitsutan, das vom Desinder-Kimono bis zur Bento Spezialität über jeden fernöstlichen Luxus verfügt, soll sie möglichst unauffällig Informationen beschaffen. Doch schnell wird der unkonventionellen Rei klar, dass es gar nicht so einfach ist, in Japan nicht aufzufallen, und dass selbst ein Kaufhausjob tödlich sein kann. Denn der Letzte, der mehr über das alteingesessene Mitsutan herausfinden wollte, trieb eines Morgens tot im Sumida.

Meine Meinung:
Diesmal geht der Krimi mit Rei Shimura in eine ganz andere Richtung (was im letzten Band ja schon angedeutet wurde), denn hier wird Rei nicht versehens in ein Verbrechen verwickelt, sondern arbeitet jetzt für die OCI, eine Unterabteilung der CIA. Ich mag Agentenromane ja auch sehr gerne, deshalb empfinde ich diese Entwicklung nicht als schlecht, trotzdem muss ich gestehen, dass mir die Verwicklungen der Banken, des Kaufhauses und der Mafia etwas zu verwirrend war.

Allerdings erfährt man wieder viel über die Japanische Kultur, vor allem die Kultur in einem Japanischen Kaufhaus (meine Güte, sowas kann man sich in Deutschland gar nicht vorstellen). Auch in Rei's Privatleben tut sich wieder etwas, was mich sehr gefreut hat. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird.


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Erster Satz:
Ich habe fast mein ganzes Leben gebraucht, um überzeugend lügen zu lernen.

Letzter Satz:
Mir fehlten die Worte, ob englisch oder japanisch, um mein Glück auszudrücken.


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Mein Rating: note2
Krimi

Sonntag, 11. Januar 2009

"Blaues Gift" von Eva Almstädt

gift "Blaues Gift" von Eva Almstädt
(Lübbe Verlag, 336 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Eine Leiche am Ostseestrand von Pelzerhaken gibt der Lübecker Polizei Rätsel auf, denn die Todesursache ist Aconitin, ein seltenes Gift. Zur gleichen Zeit wirbelt das Verschwinden ihrer Schwägerin Kommissarin Pia Korittkis Privatleben durcheinander. Als ein weiterer Mordanschlag mir Aconitin verübt wird, führt die Spur zu einem lange verdrängten Familiengeheimnis – und zu einem alten, ungesühnten Verbrechen.


Meine Meinung:
Dies war jetzt bereits der dritte Krimi mit Kommissarin Pia Korittki, aber ich muss gestehen, dass er mir von allen bisher am wenigsten gefallen hat. Die Geschichte lässt sich zwar wieder flüssig lesen und man möchte auch wissen, wie es denn nun weitergeht; aber irgendwie fand ich den Fall doch sehr gestellt. Was für ein riesen Zufall, dass der Tote am Ostseestrand ausgerechnet mit dem Verschwinden von Pia's Schwägerin zutun hat. Und dass man Pia trotz ihrer privaten Verstrickungen den Fall einfach weiterbearbeiten lassen hat, finde ich auch sehr unrealistisch.

Dennoch war es wieder sehr spannend und es hat Spaß gemacht, mitzuraten, was denn nun hinter der ganzen Sache steckt. Man erfährt wieder einiges über Pia's Privatleben und ich bin trotz allem wieder sehr gespannt auf den nächsten Fall. Außerdem hat es mich besonders gefreut von den Orten zu lesen, an denen ich schon so manchen Ostsee-Urlaub verbracht habe.

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Erster Satz:
Die Ostseefähre Peer Gynt hatte mit einer halben Stunde Verspätung in Travemünde abgelegt.

Letzter Satz:
"Das lasse ich mir nicht entgehen."


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Mein Rating: Note2-
Krimi

Dienstag, 16. Dezember 2008

"Für eine Hand voll Yen" von Gert Anhalt

anhalt "Für eine Hand voll Yen" von Gert Anhalt
(Knaur Verlag, 332 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Hamada Ken, vollschlanker Privatdetektiv und Möchtegern-Humphrey-Bogart aus Tokio, geradewegs von der Pubertät in die Midlife-Crisis geschlittert, will auf Folksänger umschulen. Und rasselt prompt in seinen zweiten Fall hinein: Sein Jugendfreund Hisashi wird von finsteren Männern gejagt, und ausgerechnet Hamada muss wider Willen als Pflegevater für Hisashis kleinen Sohn Akira herhalten. Im Kampf mit den Windeln, einer mörderischen Sekte, einem Kredithai und vor allem mit sich selbst kommt Hamada einem monströsen Dreieck des Todes auf die Spur.


Meine Meinung:
Auch der zweite Krimi mit dem hoffnungslosen japanischen Detektiv Hamada hat mir wieder sehr gut gefallen und an mehreren Stellen musste ich sogar laut loslachen. Diesmal möchte Hamada seinen Beruf als Detektiv eigentlich an den Nagel hängen und Schlagersänger werden, stolpert dann aber wieder mal ganz zufällig in einen Kriminalfall. Wohl oder übel muss er der Sache nun auf den Grund gehen, da er die Verantwortung für ein kleines Baby (mehr zufällig) übernommen hat, dessen Eltern wohl in ziemlichen Problemen stecken. Bei seinen Ermittlungen wird er nicht nur von einem Kredithai gejagt und vom Sicherheitsdienst einer Sekte brutal zusammengeschlagen, nein, er wird auch noch von einer wunderschönen jungen Frau angeschossen und wacht in der Klinik eines Organhändlers wieder auf. Nebenbei muss er noch seine alte Freundin, die Catcherin Kiko trösten, die nach einem Unfall im Ring querschnittsgelähmt ist und sich den Verkupplungsversuchen seiner Vermieterin widersetzen.

Alle Figuren wurden wieder wunderbar dargestellt und Hamada selbst ist so schusselig und naiv, dass er in jedes noch so kleine Fettnäpfchen tritt, was ihn einfach nur sympathisch macht. Seinen Fall löst er nur mit einer riesen Portion Glück und mit Hilfe des Zufalls. Man erfährt nebenbei wieder viel über die japanische Kultur und sehr lustig fand ich die verschiedenen Interpretationen des Ausspruchs "Ah, sou deso ka?", was im Japanischen soviel wie "Ach, tatsächlich?" heißt, aber je nach Situation auch ganz anders interpretiert werden kann!

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Erster Satz:


Letzter Satz:


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Mein Rating: note2
Krimi

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