Sonstige Romane

Sonntag, 8. November 2009

"Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini

41IeZr4us7L-_SL160_ "Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini
(Originaltitel: "A Thousand Splendid Suns", BVT Verlag, 382 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Die unehelich geborene Mariam wird mit fünfzehn ins ferne Kabul geschickt, wo sie mit dem dreißig Jahre älteren Witwer Rashid verheiratet wird. Zwanzig Jahre später erlebt Leila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Auch ihr bleibt keine Wahl: Nachdem ihre Familie bei einem Bombenangriff getötet wurde und sie erfährt, dass auch ihr Jugendfreund Tarik, den sie seit gemeinsamen Kindertagen liebt, angeblich ums Leben gekommen ist, wird sie Rashids Zweitfrau. In dem bis dahin kinderlos gebliebenen Haushalt bringt Leila nacheinander eine Tochter und einen Sohn zur Welt. Während der Taliban-Herrschaft machen Bombardierungen, Hunger und physische Gewalt das Leben der Familie zur Qual. Die Not lässt die an sich so unterschiedlichen Frauen zu engen Freundinnen werden und ihre Stärke schließlich ins Übermenschliche wachsen.


Meine Meinung:
Dies Geschichte von Mariam und Leila hat mich sehr bewegt und ich konnte das Buch teilweise kaum zur Seite legen. Die Grausamkeiten, die die beiden durchstehen müssen, sind kaum vorstellbar. Vor allem das Kapitel, in dem Leila mit ihrer kleine Tochter nach einem Fluchtversuch von ihrem brutalen Ehemann mehrere Tage ohne Wasser und Essen in einen abgedunkelten heißen Raum gefangen gehalten werden und das kleine Mädchen fast stirbt, hat mich sehr betroffen und ich konnte mir die ein oder andere Träne nicht verkneifen.
Letztendlich gibt es (Gott sei Dank) ein halbes Happy-End, aber es wird einem schon ziemlich klar, dass fast jede Familie in Afghanistan auf irgendeine Weise schwer gelitten hat.

Der Schreibstil von Khaled Hosseini ist sehr gut lesbar und die Figuren werden vor den eigenen Augen lebendig. Trotzdem verstehe ich nicht ganz, warum dieses Buch dermaßen gelobt wird. Es gibt meiner Meinung nach viele andere Bücher dieser Art - auch autobiografische - die nicht so "berühmt" geworden sind.

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Erster Satz:
Mariam war fünf, als sie zum ersten Mal das Wort
harami hörte.

Letzter Satz:
Denn falls es ein Mädchen wird, steht für Leila der Name längst fest.


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Mein Rating: note2
Sonstige Romane

Mittwoch, 4. November 2009

"Lieblingsstücke" von Susanne Fröhlich

lieblingsstuecke "Lieblingsstücke" von Susanne Fröhlich
(Fischer Verlag, 281 Seiten)


Kurzbeschreibung:
"Ich kann von zu Hause aus arbeiten. Ich bin jederzeit für die Kinder da und absolut flexibel. Außerdem verdiene ich was, und es macht mir Spaß!" Andrea Schnidt ist mittlerweile Top-Sellerin im Internet und hat im Hobbykeller ihr Büro - aber das platzt schon aus allen Nähten. "Such dir doch lieber etwas Richtiges" hatte ihr Mann Christoph vorgeschlagen. Aber der hat ja gut reden, der Herr Junior-Partner und seit neuestem bessessener Jogger. Als würde die Internationale Geschäftswelt nur auf sie warten! Außerdem hat sie auch so schon alle Hände voll zu tun, das ganz normale Chaos meistern - jetzt, wo noch ihr Vater mit Rollköfferchen in der Hand vor der Tür steht und bei ihnen einziehen will. Und ihre Freundin Anabelle davon überzeugt ist, dass sie, Andrea, Jesus aus der Mehrzweckhalle in Eschborn vertrieben hat. Aber das es sich mal auszahlen wird, alle afrikanischen Hauptstädte zu kennen, davon ist Andrea überzeugt!


Meine Meinung:
Auch diesmal gibt es wieder jede Menge lustige Episoden aus dem Leben einer ganz normalen Ehefrau und Mutter. Andrea schmeißt ihren Ebay-Shop, besucht widerwillig mit ihrer Freundin Channeling und Rebirthing Seminare, versucht zwischen ihren zerstrittenen Eltern zu vermitteln und schlägt sich mit ihren pubertierenden Kindern rum. Dabei lässt sie wie immer kein Fettnäpfchen aus und ich habe mich mehr als einmal in ihr wiedererkannt. Besonders gelungen finde ich die Darstellung der Juristenelite - aus beruflicher Erfahrung weiß ich, dass sie diese Beschreibungen kein bisschen übertrieben sind, hihi. Zum Schluss verschlägt es Andrea noch nach New York um ihren Gatten beim Marathon anzufeuern, aber auch hier läuft erstmal wieder einiges schief.
Fazit: Sicherlich nicht der beste Andrea-Schnidt-Roman, aber sehr nett und lustig für zwischendurch!

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Erster Satz:
"Jesus ist hier bei uns in Eschborn!" ruft die Stimme ekstatisch.

Letzter Satz:
Aura Soma Therapie - Mittwoch, 16 Uhr! Du fährst!


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Mein Rating: Note31
Sonstige Romane

Dienstag, 4. August 2009

"Stiller Ruhm" von Danielle Steel

51RBH3CZ0VL-_SL160_ "Stiller Ruhm" von Danielle Steel
(Originaltitel: "Silent Honour", Blanvalet Verlag, 319 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Von dem Tag an, als sie in Kalifornien eintrifft, ist die junge Japanerin Hiroko hin- und hergerissen – zwischen den Wünschen ihrer Mutter, die sich für die Tochter eine traditionelle japanische Ehe erhofft, und den Träumen des liberalen Vaters, der seine Tochter auf die Universität schicken will. Erst die Liebe zu dem Amerikaner Peter Jenkins öffnet das Herz Hirokos für die westliche Kultur. Doch man schreibt das Jahr 1943, und der Krieg reißt den geliebten Mann von ihrer Seite. Alle Japaner gelten plötzlich als Feinde, werden gedemütigt, enteignet und interniert. Auch Hiroko wird in ein Lager gebracht, und als sie dort feststellt, dass sie ein Kind von Peter erwartet, droht sie daran zu zerbrechen. Peter ist im Krieg verschollen, und die Lebensumstände im Lager sind zum Verzweifeln. Doch Hiroko gibt die Hoffnung nicht auf, den geliebten Mann und Vater ihres Kindes einst wieder in die Arme schließen zu können.


Meine Meinung:
Komischerweise empfinde ich Danielle Steels Bücher immer entweder als total langweilig oder sie berühren mich immens. Dieses Buch gehört zur zweiten Kategorie und ich konnte zwischenzeitlich kaum mit dem Lesen aufhören.
Ich würde "Stiller Ruhm" gar nicht mal unbedingt als Liebesroman bezeichnen. Vielmehr wird das Leben der jungen Japanerin Hiroko beschrieben, die einiges durchmachen muss, nachdem sie ursprünglich nur für ein Jahr zum Studieren in die USA gekommen ist. Die Anfeindungen im College und die kurz darauf folgende Deportierung und Internierung von in Amerika lebenden Japanern sowie japanisch stämmige Amerikaner gingen mir richtig an die Nieren. Hiroko und ihre Familie versuchen sich dem Lagerleben anzupassen, aber die fehlende Hygiene und der Verlust von im Krieg kämpfenden Angehörigen machen allen zu schaffen.
Hiroko erlebt viele Rückschläge und traurige Momente, aber zum Schluss gibt es dann doch ein kleines Happy End.

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Erster Satz:
Fünf Jahre lang hatte Masao Takashimayas Familie eine passende Braut für ihn gesucht, seit seinem einundzwanzigsten Geburtstag.

Letzter Satz:
Behutsam schloss sie die shojis.


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Mein Rating: note2-1
Sonstige Romane

Sonntag, 31. Mai 2009

"Moppel-Ich" von Susanne Fröhlich

51DCC4D20BL-_SL160_ "Moppel-Ich: Der Kampf mit den Pfunden" von Susanne Fröhlich
(Fischer Verlag, 267 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Diät zu halten ist kein Spaß. Dicksein auch nicht. Der tägliche Kampf mit den Pfunden ist nichts für Feiglinge. Süßigkeiten, Big-Mac und Co sind mächtige Gegner. Wie man sie (wenigstens zeitweise) besiegt, warum dürre Zicken fast schlimmer sind als eine Woche ohne Kohlenhydrate, von Hungeranfällen, Strategien, Tricks der Promis, Sportversuchen, kleinen Niederlagen und großen Erfolgen berichtet Susanne Fröhlich aus Erfahrung am eigenen Leib. Wie gewohnt schonungslos - vor allem mit sich selbst. Trost, Hoffnung und schlankere Perspektiven für alle, die täglich aufs Neue mit ihrem "Moppel-Ich" in den Ring steigen.


Meine Meinung:
Ich bin ja bekennender Fan von Susanne Fröhlich und liebe ihren Humor und ihre Selbstironie. Meistens findet man sich in ihren Figuren wieder - so ging es mir auch in diesem "Diät-Ratgeber". Viele Situationen, in der sich Frau Fröhlich während ihrem endlosen Kampf gegen die Pfunde wiederfindet, kommen mir sehr bekannt vor. Sei es beim Klamottenkauf, dem Kampf mit dem inneren Schweinehund wenn es ums Essen geht oder fehlender Sportlichkeit. Interessant fand ich auch die kurze Vorstellung verschiedener Diäten.
Alles in allem eine gute Mischung aus Ratgeber und humorvollem Sachbuch, dass durchaus motiviert.


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Erster Satz:
Sie haben schon ein halbes Billy-Regal voll mit Diätstandardwerken, doch ihre Waage zeigt sich null beeindruckt von diesem Arsenal des Speck-Schreckens?

Letzter Satz:
The glamour never stops.


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Mein Rating: note2-1
Sonstige Romane

Mittwoch, 8. April 2009

"High Times: Mein wildes Leben" von Uschi Obermaier

5152Y1FGIaL-_SL160_ "High Times: Mein wildes Leben" von Uschi Obermaier
(Heyne Verlag, 224 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Ich wollte alles von dieser Welt. Ich wollte alles durchmachen und ich wollte im Hier und Jetzt leben. - Uschi Obermaier war die erotische Galionsfigur der Gegenkultur, Pop-Ikone der Sechziger- und Siebzigerjahre, Fotomodell, Filmstar, Groupie und Geliebte - ohne sich dabei jemals in eine Schublade stecken zu lassen. Ihr Leben zwischen Sex, Drugs and Rock 'n' Roll war wie ein Roadmovie - rasant, übertourig und völlig losgelöst von allen bürgerlichen Fesseln. »Für diese Frau würde ich jede Revolution verraten«, sagte Rainer Langhans, an dessen Seite sie nackt für die Kommune 1 posierte. Uschi kehrte den politisch verkopften Revoluzzern den Rücken und zog weiter ihr eigenes Ding durch, stets auf der Suche nach dem ultimativen Kick, nach allem, was Spaß macht.
Jimi Hendrix, Mick Jagger, Keith Richards - die Männer verzehrten sich nach ihr, und sie war stets mittendrin, immer da, wo was los war. Sie verliebte sich unsterblich in Dieter Bockhorn, den »Prinzen vom Kiez«, und reiste mit ihm im Wohnmobil durch die Welt.
Die mitreißende Biografie einer Frau, die sich ein Motto zu Eigen gemacht hat, das heute noch genauso viel Sex-Appeal hat wie damals: Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume!


Meine Meinung:
Ich habe mir nicht ganz soviel von dieser Biografie erwartet und zur Unterhaltung war es wirklich ganz nett an zwei Nachmittagen zu lesen. Teilweise werden interessante Themen viel zu kurz angeschnitten, was die ganze Geschichte ziemlich oberflächlich erscheinen lässt. Nur hin und wieder gehen die Erzählungen etwas tiefer.
Die Darstellung der Hippie-Gesellschaft, der K1 und des Hamburger Kiez fand ich sehr interessant und unterhaltsam, allerdings kommt Uschi meistens als etwas dümmlich rüber.
Die Reisen mit ihrer großen Liebe Bockhorn waren auch sehr interessant, aber ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie sie jahrelang mit einem Mann zusammenleben konnte, der fast nur auf Heroin war - und das findet sie teilweise noch toll. Ich finde es einfach nur abstoßend! Naja, generell stellt Uschi ihre Drogeneskapaden in den schönsten Farben dar - war für sie wohl etwas völlig Normales. Vielleicht lag es an der damaligen Zeit, aber nachvollziehen kann ich es einfach überhaupt nicht. Auch, dass sie sagt, nur die Schwachen seien an den Drogen gestorben etc., das kommt mir teilweise wie der blanke Hohn vor.
Lediglich im Kapitel über den Tod von Bockhorn spürt man ihre Gefühle mal richtig durchkommen.

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Erster Satz:
Ich wurde 1946, direkt nach dem Krieg, mit einem Hüftdefekt geboren.

Letzter Satz:
Dass ich meinen Mann zum letzten Mal im Zorn gesehen habe, hat mich viel gelehrt ... und was mir jetzt noch bleibt, ist, eine gute Alte zu werden.


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Mein Rating: Note31
Sonstige Romane

Sonntag, 1. Juni 2008

"Die Tagebücher einer Nanny" von Emma McLaughlin und Nicole Kraus

Nany "Die Tagebücher einer Nanny" von Emma McLaughlin und Nicole Kraus
(Originaltitel: "The Nanny Diaries", Goldmann Verlag, 345 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Nanny ist Single, lebt in New York und braucht dringend Geld um die Miete bezahlen und ihr Studium finanzieren zu können. Seit Jahren nimmt sie daher immer wieder Jobs als Kindermädchen an, und diesmal hat sie wirklich das große Los gezogen: Nanny wird von Mrs. X angeheuert, der Gattin eines erfolgreichen Bankers und Herrscherin über ein riesiges Luxusappartment auf der Park Avenue. Das Ehepaar setzt alles dran, die Unannehmlichkeiten des Lebens auszublenden, also auch ihren vier Jahre alten Sohn Grayer, der sich im Alltag immer wieder störend bemerkbar macht. Doch Nanny wird den Jungen schon in den Griff bekommen, damit die Herrin des Hauses ungestört dem Shoppen und süßen Nichtstun hingeben kann. Kein Wunder, dass sich die neue Stelle als Nanny bald zum Albtraum entwickelt: Sie erledigt Besorgungen für Mrs. X, assistiert bei aufwändigen Vorbereitungen für private Feste und betreut Grayer rund um die Uhr. Wäre da nicht der attraktive Student, der Nanny komplett den Kopf verdreht hat, sie würde angesichts des täglichen Irrsinns bald den Verstand verlieren.


Meine Meinung
Dieses Buch stand schon einige Zeit in meinem Regal und als ich letzte Woche anfing, es zu lesen, habe ich eigentlich ein witzige Geschichte erwartet. Witzig ist das, was die beiden Autorinnen erzählen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt, vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass sie die beschriebenen Begebenheiten während ihrer Arbeit als Nanny wirklich (mehrfach) erlebt haben.

Letztendlich ist es einfach nur tragisch und traurig, wie der kleine Grayer von seinen Eltern behandelt wird und wie sehr er auf die Nähe seiner Nanny angewiesen ist. Man denkt sich mehrfach beim Lesen "Das darf doch wohl nicht wahr sein!", aber ich bin mir sicher, dass es nicht übertrieben ist (ich erkenne Ansätze dieses Verhaltens schon in ein paar meiner Chefs wieder und kann mir vorstellen, dass es in der New Yorker Upperclass noch um einiges extremer zugeht). Der Junge hat mir so leid getan, vor allem zum Ende hin und ich muss gestehen, dass mich die Lektüre sehr bewegt hat.

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Erster Satz:
Am Anfang stand das Vorstellungsgespräch, immer das gleiche Spiel, immer die gleichen Fragen.

Letzter Satz:
"Gehen wir nach Hause."


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Mein Rating: note2
Sonstige Romane

Donnerstag, 21. Februar 2008

"Treuepunkte" von Susanne Fröhlich

Treuepunkte "Treuepunkte" von Susanne Fröhlich
(Fischer Verlag, 254 Seiten)

Kurzbeschreibung:
Noch bis eben schien Andrea Schnidts Leben - mit kleinen Abstrichen - perfekt zu sein: mein Haus, mein Auto, meine Kinder, mein Mann. Doch Christoph verbringt angeblich Tage und Nächte in der Kanzlei, weil es momentan soviel zu tun gebe und er nun mal keine andere Wohl habe. Merkwürdig nur, dass er dabei so erstaunlich gut gelaunt ist und jetzt auch noch diese gestreifte Krawatte trägt, die sie in ihrem Leben vorher noch nie gesehen hat. Da läuft doch was! "Was der kann, das kann ich schon lange" schnaubt Andrea und tritt die Flucht nach vorne an.


Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich an einem Tag verschlungen und mich wieder kringelig gelacht. Andrea ist einfach nur sympatisch und man kann sich richtig gut in sie reinversetzten! Neben dem Hauptthema >Betrügt Christoph seine Frau mit einer Kollegin und wie kann sie sich dafür rächen< gibt es auch wieder viele lustige Rückblicke z. B. Andrea's letztes Klassentreffen, ihre Flitterwochen in Kanada zusammen mit ihrer besten Freundin Heike und die Schulwahl ihrer Tochter Claudia.
Super kurzweilige Unterhaltung. Leider bleibt offen, woher Christoph denn nun die neue Krawatte wirklich hat...

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Erster Satz:
Die Karte ist voll. Lauter kleine blau-weiße Klebepünktchen.

Letzter Satz:
Aber wie hat schon Scarlett in >Vom Winde verweht< gesagt: "Morgen ist ein neuer Tag."


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Mein Rating: note1
Sonstige Romane

Montag, 21. Januar 2008

"Wenn der Bauch lacht" von Jenny McCarthy

mccarthy "Wenn der Bauch lacht" von Jenny McCarthy
(Originaltitel: "Belly Laughs", Riva Verlag, 220 Seiten)

Kurzbeschreibung:
Man ist nicht einfach nur schwanger! Die Liste der Nebenwirkungen ist ellenlang. Eine überempfindliche Nase ist das geringste Übel: Die Fleischtheke roch für mich nach toten Tieren, die ein Jahr lang in der Sonne gelegen hatten. Ich zuckte zusammen und hielt mir im Vorbeigehen den Ärmel vor die Nase. Alles in dem Laden ekelte mich. Fremde glotzten mich dumm an, als sie mich in Gang drei würgen sahen, während ich Käse hochhielt. Nicht zu vergessen die häufigen Wadenkrämpfe im letzten Schwangerschaftsdrittel, verschwommene Sicht, Nasenbluten, Verstopfung, Hämorrhoiden, Besenreißer und die »Linea Negra«. Falsche Eitelkeit ist hier fehl am Platz.
Wenn das Kinderkriegen Männersache wäre, wären Adam und Eva die einzigen Menschen geblieben, die jemals auf Erden wandelten. Aber das Endergebnis zählt und das Lächeln eines Kindes ist die ganze Mühe Wert, sagt "Mann" glücklich nach der anstrengenden Geburt! Für alles was in der Schwangerschaft wirklich wichtig ist, was Sie brennend interessiert und was Sie sich nie zu fragen wagten, gibt es jetzt dieses Buch.


Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich an einem Abend durchgelesen (was auch an den sehr kurzen Kapiteln in großer Schrift lag) und viel gelacht. Jenny McCarthy schreibt ohne Tabus über ihre Schwangerschaft und ich denke, sie hat gar nicht mal so sehr übertrieben. Vor allem ihr Besuch beim Proktologen war super beschrieben und ich habe mich kringelig gelacht. Natürlich hatte sie im Gegensatz zu den normalen arbeitenden Frauen dieser Welt den Vorteil sich während der neun Monate sehr viel ruhen zu können, was sie auch an einer Stelle betont. Trotzdem hat es mir viel Freude gemacht, ihre Erinnerungen und Gedanken zu lesen.
Fazit: Kein Ersatz für Fachliteratur, aber sehr amüsant und kurzweilig!

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Erster Satz:

Letzter Satz:


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Mein Rating: note2
Sonstige Romane

Sonntag, 11. November 2007

"Andy und Marwa. Zwei Kinder und der Krieg" von Jürgen Todenhöfer

marwa "Andy und Marwa. Zwei Kinder und der Krieg" von Jürgen Todenhöfer
(Goldmann Verlag, 192 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Zwei Kinder bezahlen für den Krieg. Marwa, ein Mädchen aus einem Armenviertel Bagdads, ist zwölf Jahre alt, Andy, ein Schüler aus Florida, ist achtzehn, als der Krieg im Irak ihre Träume zerstört...
Jürgen Todenhöfer erzählt die Weltgeschichte aus Sicht der Opfer. Er verbindet das Leben von Andy und Marwa, die 12.000 Kilometer voneinander entfernt aufwachsen, zu einem Schicksal. Für beide sind die Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 noch ein fernes Ereignis. Sie ahnen nicht, dass an diesem Tag die Weichen ihres Lebens neu gestellt werden. Marwa träumt davon, Ärztin zu werden und eines Tages ihre Familie aus dem Elend herauszuholen. Andy hat sich als Reservist bei den Marines verpflichtet, um deren Training mitzumachen und nebenher etwas Geld zu verdienen. Als der Irak-Krieg heraufzieht, wird seine Einheit nach Kuwait verlegt.
Am 7. April, dem Schicksalstag der beiden, steht Andys Einheit vor den Toren Bagdads, nur noch wenige Kilometer von Marwa entfernt, deren Stadtteil bislang verschont wurde, weil es dort nichts mehr zu zerstören gab. Eine irakische Granate, die Andy aus seinem Panzerwagen schleudert, und eine amerikanische Splitterbombe, die Marwas Bein zerfetzt und ihre kleine Schwester tötet, beenden die Träume der beiden am selben Tag.
Die Geschichte zweier junger Menschen erzählt als Plädoyer gegen den Krieg, gegen das sinnlose Sterben und für eine Politik der Menschlichkeit. Jürgen Todenhöfer ist überzeugt: Das Sterben wird nur enden, wenn die Kulturen sich gegenseitig respektieren.


Meine Meinung:
Wie schon Todenhöfers erstes Buch hat mich auch Andy und Marwa sehr bewegt. Die Lebensgeschichten von Andy und Marwa werden parallel erzählt - mit Zuspitzung des Irak-Konflikts baut Todenhöfer zwischendrin immer wieder Ausschnitte der Ansprachen von Bush an sein Volk ein, die angesichts Andys und Marwas Situation der blanke Hohn sind! Natürlich war mir die Thematik nicht unbekannt, aber wieder einmal alles schwarz auf weiß zu lesen, lässt mich beinahe platzen vor Wut!
Sehr interessant war auch das Beileidsschreiben von Bush an Andys Eltern, deren Antwort darauf und der Fakt, dass sie daraufhin nichts mehr von seiten der Regierung gehört haben. Man könnte natürlich aufführen, dass Andy sehr naiv gehandelt hat, als er sich bei den Marines einschrieb, um die Gratis-Gewichtheberhandschuhe zu bekommen. Andererseits frage ich mich auch, warum seine Einheit an der Spitze der Truppen in den Irak einmaschiert ist, wo Andy und seine Kameraden gerade mal die Grundausbildung hinter sich hatten und völlig unerfahren waren.
Fazit: Ein sehr gutes Buch welches den Irrsinn des Irakkriegs und von Krieg generell aufzeigt.

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Erster Satz:
Das Leben eines Kindes ist mehr wert als der Kriegsruhm aller Staatschefs der Welt zusammen.

Letzter Satz:
Im Interesse unserer Kinder - aber auch im Interesse der Kinder der muslimischen Welt.


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Mein Rating: note2-1
Sonstige Romane

Montag, 28. Mai 2007

"Veronika decides to die" von Paulo Coelho

Veronica1"Veronika decides to die" von Paulo Coelho
(Dt. Titel: "Veronika beschließt zu sterben", Harpercollins, 191 Seiten)


Kurzbeschreibung:
Slowenien? Wo das liegt? Verärgert über die Borniertheit eines ausländischen Zeitungsartikels beginnt die junge Slowenin Veronika, einen geharnischten Antwortbrief an den Verfasser zu entwerfen. Fast hat sie über ihrem Zorn vergessen, dass sie gerade eine Überdosis Schlaftabletten eingenommen hat und eigentlich auf den nahen Tod wartete, als ihr neben dem Bett dieser Artikel ins Auge fiel. So viel Zeit muss sein. Die Wirkung hat noch nicht eingesetzt und Veronika begann sich ohnehin fast ein wenig zu langweilen, also schreibt sie. Dann schläft sie ein. Als sie wieder erwacht, befindet sie sich in Villete, dem berüchtigten Irrenhaus von Ljubljana und erfährt, dass die Schlaftabletten ihr Herz so sehr geschädigt haben, dass ihr nur noch ca. fünf Tage zu Leben bleiben. In diesen fünf Tagen lernt Veronika das Leben nochmals lieben, macht neue Erfahrungen und findet zum ersten Mal in ihrem Leben die wahre Liebe.


Meine Meinung:
So schnell wie ich dachte, habe ich dieses Büchlein nun doch nicht beendet - und das nicht nur weil ich es in Englisch gelesen habe. Man muss einfach alle paar Seiten mal eine Pause einlegen und über das Gelesene nachdenken. Wie bei allen Coelho Büchern, die ich bisher gelesen habe, konnte ich mich auch hier wieder mit vielen Gedanken sehr gut identifizieren und mit anderen gar nicht. Daher stehe ich auch diesem Buch etwas zwiegespalten gegenüber.

Die Frage, was ist normal und was ist verrückt, wird in diesem Buch sehr schön besprochen. Die Erkenntnis, dass zum größten Teil unsere Gesellschaft entscheidet, was normal ist - dies aber gar nicht den Tatsachen entsprechen muss und man sich nicht von den gesellschaftlichen Zwängen seine Träume und Bedürfnisse diktieren lassen sollte, sonst wird man nie ein erfülltes Leben leben können, macht Sinn und regt zum nachdenken über das eigene Leben an.

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Erster Satz:
On 11 November 1997, Veronika decided that the moment to kill herself had - at last - arrived.

Letzter Satz:
Meticulously he began to write up his experiment with Veronika; he would leave until later the reports on the buildings' lack of security.


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Mein Rating: Note2-
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